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Was geht ab in der PR-Branche? PRIHO reist mit vollem Bus zum PR Report-Camp nach Berlin

Von Margareta Holzreiter

#offtoberlin war unser Motto, als wir uns am Mittwochmorgen mental auf die neun Stunden Busfahrt in die Hauptstadt vorbereiteten. Während der Fahrt gab es von Seiten der Vorstandsmitglieder bereits einige Informationen und Updates über Debatten und Neuigkeiten aus der PR-Branche. Schon vor der Ankunft im nächtlichen Berlin bestellten wir uns riesige Familienpizzen in unser Hostel. Um den Klischees einer studentischen Exkursion gerecht zu werden, gehörte es natürlich auch dazu, dem nächstgelegenen so typisch berlinerischen Späti einen kurzen Besuch abzustatten – für Softgetränke versteht sich.

Nach einer Nacht im Stockbett ging es am nächsten Morgen los mit einem Spaziergang zum Kosmos Berlin, dem Ort an dem das PR-Report-Camp stattfand. Die erste Station für uns: Das #30u30-Finale, bei welchem 30 junge PR-Talente zum Thema „zukünftige Karriere in der Kommunikation“ pitchten. Natürlich wollten wir uns die Pitches unserer beiden ehemaligen PRIHO-Mitglieder Lisa Girard und Christopher Markert nicht entgehen lassen.

Zeit, um das eigene Netzwerk zu erweitern, Stellenangebote zu scannen und potentielle Arbeitgeber kennenzulernen, bot das Karriereforum. Hier waren von Marktriesen bis Start-ups verschiedene Unternehmen und Agenturen vertreten, beispielsweise auch unser Förderer Fink & Fuchs. Ein weiteres Highlight für uns PRIHOs war die Podiumsdiskussion rund um die Frage, was Talente für den Einstieg in die Agenturbrache mitbringen sollten. Clara Fischer, ehemalige PRIHO-Vorständin und aktuelles Beiratsmitglied, konnte unsere Ansichten als PR-Nachwuchs eindrucksvoll vertreten: „Mein Appell an die Unternehmen ist, dass sie sich individuell ansehen, was einzelne Berufseinsteiger mitbringen und daran gemessen die Möglichkeiten ausloten.“

Über den ganzen Tag hinweg gab es zudem die Möglichkeit, sich die spannenden Top PR-Cases des Jahres anzusehen, bei denen von witzigen Slogans bis echten Gänsehaut-Spots alles vertreten war. Dabei drückten wir unserem Förderer Communications Consultants die Daumen, dass sie mit ihrer Kampagne für das Deutsche Institut für Normung den „PR Report Award“  mit ins Ländle bringen. Zudem besuchte jeder von uns PRIHOs einen Workshop, bei dem wir aktuelle Cases selbst mitdiskutierten.

Der krönende Abschluss des Tages in Berlin war der Auftritt unserer Vorstandsvorsitzenden Paula Accordi auf dem Podium. Sie wurde von PR Report-Chefredakteur Daniel Neuen dazu eingeladen, uns Studierende in der Debatte „Alles Geld oder was 2.0“ zu vertreten. Hierbei ging es darum eine Bilanz zu ziehen: Was hat sich ein Jahr nach der großen Debatte um Einstiegsgehälter in der PR-Branche getan? Dass ausgerechnet wir von PRIHO die Studierendenperspektive vertreten konnten, lag unter anderem an einem Artikel , den wir vor einigen Monaten über die Roadshow der GPRA und des PR-Journals verfassten. In diesem hatten wir uns eher kritisch gegenüber den laufenden Maßnahmen zum Aufbau eines Dialogs zwischen Nachwuchstalenten und Arbeitgebern positioniert. Paula erntete für ihre Argumentation auf der Bühne lautstarke Zustimmung aus dem Publikum: Sie erklärte, dass wir Nachwuchstalente durch alle in Studium, Werkstudenten-Stelle und Ehrenamt gesammelten Erfahrungen keine unbeschriebenen Blätter seien und dass jede und jeder von uns für ein angemessenes Angebot von Seiten der Unternehmen gerne extra Meilen auf dem Karriereweg in Kauf nimmt.

Die Vertreter der Arbeitgeberseite argumentierten vorwiegend wir sollen unsere Ansprüche in Anbetracht des Einkommens des Durchschnittsdeutschen relativieren. Für unsere Proteste sorgte ein Herr aus dem Publikum, der aussagte unser Studium von bis zu sechs Jahren sei keine Leistung, sondern lediglich eine Eintrittskarte. Unsere über die Jahre neben dem Vollzeitstudium angesammelte Praxiserfahrung scheint er dabei nicht bedacht zu haben. Uns von PRIHO liegt es jedoch am Herzen, die Debatte in Zukunft etwas herunter zu kühlen. Paula Accordi schloss die Podiumsdiskussion mit folgendem Wunsch: Sie hofft im Namen aller Studierenden auf einen Austausch, bei dem gegenseitiges Zuhören großgeschrieben wird. Was sich tatsächlich schwarz auf weiß verändern wird, wird sich sowohl in den kommenden Rankings des PR Reports als auch nächstes Jahr auf dem Podium zeigen, wenn es wieder heißt: Auf nach Berlin!

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