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Content Creator statt Litfaß-säule: „Influencer Relations“ – Workshop mit LoeschHundLiepold

von Carmen Schmidt

Die zweite Runde unserer PRIHO-Webinare steht ganz unter dem Motto „Influencer Relations: Mehr als nur Selfies, Events und Filter“. Gemeinsam mit unserem neuen Förderer LoeschHundLiepold Kommunikation GmbH (LHLK) nahmen am 7. und 8. Mai 15 PRIHOs die Welt des Influencer Marketings unter die Lupe. Da der Workshop aufgrund der aktuellen Situation nicht wie geplant im Rahmen unserer KOMMpass-Karrieremesse stattfinden konnte, freuen wir uns umso mehr über die Möglichkeit eines digitalen Workshops. Zu Beginn des Webinars lernen wir die PR- und Kommunikationsagentur mit Sitz in München und Berlin genauer kennen. Zusammen mit unseren PRIHO-Alumni und LHLK-Trainees Clara Fischer und Christian Schraml führen uns Susanna Lang (Direktorin Digital & Social Media) und Johanna Sauer (Corporate, Consumer- und Lifestyle-PR) in das Thema „Influencer Relations“ ein.

Influencer sind in aller Munde, doch das war nicht schon immer so: Alles begann mit einfachen Blogs und entwickelte sich von kurzen Updates auf Twitter und Facebook hin zu 24/7 Content auf Instagram, Snapchat und seit neustem auch TikTok. Doch die Evolution des Influencer Marketings geht noch weiter, denn Influencer sind mittlerweile mehr als reine Werbeplattformen. „Sie wollen eigenen kreativen Input geben“, erklärt Susanna Lang und ergänzt: „Influencer sind als Content Creator ganz nah am Puls der Zeit.“ Doch dass das nicht immer erfolgreich ist, wird uns Teilnehmerinnen anhand von einigen Negativ-Beispielen klar. Beispiele guter Influencer Relations machen uns dagegen deutlich, dass so nicht nur die Markenbekanntheit gesteigert wird, sondern Marken und Produkte emotionalisiert werden. Susanna Lang erzählt, dass strategisch und langfristig aufgesetzte Influencer Relations Fans statt Kunden generieren.

Aber worauf muss man bei der Konzeption und Durchführung einer Influencer Kooperation achten? Ganz oben auf der Liste: der Zielgruppenfit. „Bei jeder Kommunikationsmaßnahme, aber eben vor allem bei Influencern, muss man sich fragen: Wer passt zu meiner Zielgruppe?“, betont Susanna Lang. Auch die Punkte Markenfit, langfristige Zusammenarbeit sowie die sinnvolle Integration in den Marketing-Mix sollten erfüllt sein, damit Influencer Relations ihr Potential ausschöpfen können. Was das genau bedeutet, lernen wir schnell anhand der DOs and DON’Ts bei der Zusammenarbeit mit Influencern. Ganz wichtig: Influencer wie Litfaßsäulen zu nutzen, ist alles, aber nicht authentisch. Susanna Lang empfiehlt außerdem: „Achtet immer auf die Needs der Zielgruppe, zum Beispiel in Bezug auf Detailtiefe“. Die Auswahl des Influencers sollte zwar immer mit Blick auf die Zielgruppe erfolgen, aber Bauchgefühl allein ist nicht zielführend. Sowohl quantitative KPIs (Key Performance Indicator), wie Anzahl der Follower und Engagement Rate, als auch qualitative Kriterien, wie die Qualität der Follower, sollten eine zentrale Rolle im Auswahlprozess spielen.

Wie findet man denn nun den passenden Influencer? Auch hier weiß das Team von LoeschHundLiepold Rat und stellt uns einige hilfreiche Tools, wie zum Beispiel Reachbird und Social Blade, vor. „Diese Tools geben eine sehr gute Einschätzung“, erklärt Susanna Lang. Die beste Entscheidungsgrundlage bieten allerdings sogenannte Scorecards, die zusammen mit dem Kunden ausgearbeitet werden und qualitative und quantitative KPIs berücksichtigen.

Nach einem Einblick in das Agenturleben bei LHLK und einigen Beispielen, wie sie Influencer Relations umsetzen, ist unser Können gefragt: Unsere Aufgabe besteht darin, ein Influencer-Konzept anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Unternehmens Grundig zu entwickeln. Also machen wir uns in drei Gruppen an die Arbeit, um Influencer zu finden, die sowohl zu Grundig als auch zu deren Zielgruppe passen. Innerhalb von 24 Stunden überlegen wir uns in den verschiedenen Gruppen gemeinsam Maßnahmen, wie dieser Anlass auf den unterschiedlichen Kanälen gefeiert werden könnte.

Am nächsten Tag ist es dann soweit und wir stellen unsere ausgearbeiteten Ideen im Rahmen der zweiten Workshop-Session vor. Mit dabei ist dieses Mal auch LHLK-Geschäftsführer Jan Liepold. Jeder Gruppe stehen zehn Minuten zur Verfügung, um die ausgewählten Influencer und Maßnahmen vorzustellen. Von Gewinnspielen bis hin zu Live-Streams der Influencer – jede Gruppe entwickelte zahlreiche kreative Ansätze. Jedem Pitch folgt ein ausführliches und hilfreiches Feedback seitens des LHLK-Teams, wodurch wir PRIHOs sehr viel Spannendes rund um das Thema Influencer Marketing mitnehmen können.

Zum Abschluss stellt uns Jan Liepold noch eine Frage: „Wie stark glaubt ihr an das Konzept des Influencers als Marketing-Tool?“. Ich denke, die Feststellung, dass beinahe alle unserer Workshop-Teilnehmerinnen sich schon mindestens einmal von einem Influencer zu einem Kauf anregen lassen haben, beantwortet diese Frage. So I guess: Good Influencer Relations are a thing! ?

Wir bedanken uns ganz herzlich bei LoeschHundLiepold für das spannende Webinar und freuen uns schon sehr, Euch bei der digitalen Sprechstunde am 22. Mai noch besser kennenzulernen!